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Es
ist mittlerweile auch bei den Kardiologen unumstritten ,
ausschließlich nächtlicher Anstieg des Blutdruckes oder der
Herzfrequenz haben zu einem hohem Prozentsatz
schlafbezogene Atemstörungen (z.B. die Schlafapnoe)
zur Ursache.
Die Frage, ob man nachts schnarcht gehört nach
Auffassung der Selbsthilfe SAS-Köln auf jeden Anamnesebogen
eines Kardiologen. Leider wird das Schlafapnoesyndrom noch zu
selten bei der Abklärung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen
einbezogen.
Schlafmediziner
weisen seit Jahren darauf hin, dass die unbehandelte Schlafapnoe,
ein eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
ist.
Zunächst fehlte
trotz zahlreicher Hinweise aus der täglichen Praxis noch der
wissenschaftliche Beweis.
Zwischenzeitlich
liegen zahlreiche internationale und nationale Studien vor, die mit
wissenschaftlicher Evidenz belegen: eine schlafbezogene Atmungsstörung
stellt eindeutig einen unabhängigen Risikofaktor für Erkrankungen
des Herz-Kreislaufsystem dar.
Bei Patienten, die
schnarchen muss bei jeder Herz- Kreislauferkrankung auch an eine
Schlafapnoe gedacht werden.
Prof.
Dr. med. Martin
Konermann, Kardiologe und Schlafmediziner im Schlafmedizinischen
Zentrum in Kassel, konnte diese Zusammenhänge mit eindrucksvollen
Daten und Studienergebnissen anlässlich des 8. Kölner
Schlafapnoetag im Mai 2003 aufzeigen.
Zu
diesem Symposium waren alle Kardiologen aus Köln und Umgebung
eingeladen. Die große Anzahl teilnehmender Ärzte u.a. auch viele
Kardiologen, bestätigten den Organisatoren des Kölner
Schlafapnoetag, dass hier ein Informationsbedarf bestand und
teilweise noch besteht.
Auf
den einschlägigen Internetseiten, wie z.B. www.Cardiologe.de
, oder den Internetseiten der Berufsverbände der Kardiologen wird
zwischenzeitlich der Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen
und Schlafapnoe deutlich gemacht.
Leider sind die
Verbände und Organisationen, die sich mit dem Schlaganfall
auseinander setzen noch nicht soweit.
Es kann kein Zufall
sein, dass der Anteil der (nicht therapierten) Schlafapnoepatienten
bei den Schlaganfällen so signifikant hoch ist! Hier wünschen wir
uns noch besseres gegenseitiges Verständnis und Aufklärung, damit
vielen Mitmenschen, die an Schlafapnoe leiden, aber es nicht
wissen, künftig ein Schlaganfall erspart bleibt. Wir werden
jedenfalls nicht müde, weiter an diesem Thema arbeiten.
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