|
...........
Köln
iNFORMIERT:
Ist
Schnarchen
gefährlich??
Eine
kostenlose Information
der
Selbsthilfegruppe
SAS-Köln
zum
Thema
“Schlafapnoesyndrom“

Das Risiko!
Die
Gefahr!
Atemstillstände während des
Schlafes sind gefährlich!
”Wenn
ich damals die Signale richtig erkannt hätte,
wäre mir höchstwahrscheinlich mein Gehirnschlag
erspart geblieben ” stellte Eberhard W. (56) resignierend
fest.
Dieser
Überzeugung ist auch Werner L., der einen nächtlichen
Herzinfarkt erlitten hatte. ”Ich wusste, dass ich schnarche,
mein lautes Schnarchen war häufig genug Anlass zum Spott.
Wenn ich gewusst hätte, dass das Schnarchen bereits
ein Symptom dafür war, dass meine nächtliche Atmung gestört
wurde, in einem Umfang, wie die Untersuchungen später ergeben
haben, von 50 mal in der Stunde! Und ich habe davon
nichts gemerkt”. Das Schnarchen alleine ist
nicht gefährlich, doch bei vielen Schnarchern treten auch
Atemstillstände während des Schlafes ein,
diese Atemstillstände verhindern die Versorgung der
inneren Organe und des
Gehirn mit Sauerstoff, dieser Zustand kann lebensbedrohend
werden !
Klären
Sie das Warnsignal Schnarchen
medizinisch ab, klären Sie ab, ob Sie an Schlafapnoe
leiden!
Wie
entsteht der nächtliche Atemstillstand?
Das
obstruktive Schlafapnoesyndrom, im Volksmund auch
Schnarchkrankheit” genannt, entsteht durch das
Erschlaffen der Schlundmuskulatur
während des Schlafes,
häufig bei Menschen ab der zweiten Lebenshälfte. Die
Atemwegöffnung im Schlund fällt immer mehr zusammen, bis sie
sich schließt. Die Atmung setzt aus, der Sauerstoffgehalt im
Blut sinkt ab (ähnlich wie beim Tauchen, allerdings wird dann
die Atmung bewusst unterbrochen). Der Sauerstoffabfall im Blut
wird vom Körper registriert, ein Weckprozess beginnt, der
Patient ”kämpft”, bis er kurzzeitig, meist noch im
Halbschlaf erwacht. Durch das Erwachen werden die Muskeln des
Schlundes angespannt, der Verschluss löst sich, die Atmung
setzt wieder ein.
Der
Patient schläft meistens sofort wieder ein, die Muskeln
erschlaffen erneut, es beginnt ein neuer Zyklus des
Atemstillstandes. Diese Atemstillstände, oft für Sekunden,
manchmal aber auch für (2-3) Minuten können sich bis zu 600
Mal in der Nacht wiederholen. Die Folgen sind ein völlig
ungesunder Schlaf und die damit verbundenen
Erscheinungen,
wie Tagesmüdigkeit, Konzentrationsmangel. Weitaus gefährlicher
ist die Sauerstoffunterversorgung des Körpers.
Folgeerkrankungen oder plötzlich eintretenden
lebensbedrohende Zustände, wie z.b. Herz- und
Kreislauferkrankungen,
aber auch
Herz-
oder Gehirninfarkte können im kausalem Zusammenhang mit dem
Krankheitsbild stehen.

Wie
stellt man eine Schlafapnoe
fest?
Die
Diagnose eines Schlafapnoesyndrom kann in einer ambulanten
Vorklärung durch einen HNO oder Lungenfacharzt erfolgen, die
endgültige Diagnose erfolgt stationär in einem
”Schlafmedizinischem Zentrum”, in einem Schlaflabor. Die
ambulante Voruntersuchung wird mit einem kleinen tragbarem
Messgerät durchgeführt, dass der Patient mit nach Hause
nimmt, vor dem Einschlafen befestigt sich der Patient einige
Messpunkte am Körper, (z.b.
Mikrofon am Hals, Pulsmanschette am Handgelenk, usw.). Am nächsten
Tag werden die Werte des Rekorders analysiert. Im Falle eines
Befundes erfolgt die stationäre ”große” Untersuchung in
einem Schlaflabor. Dort werden wesentlich mehr Messpunkte
angeschlossen und ausgewertet, insbesondere die der
Schlafphasen, die bei einem Schlafapnoekranken
krankheitsbedingt verändert sind, z.b. die für die Erholung
des Körpers notwendigen Tiefschlafphasen.
Im Schlaflabor werden dann auch die Druckwerte
ermittelt, die zur CPAP/BiPAP-Therapie erforderlicher Geräte
eingestellt werden

|
|
Die Therapie
Der
instabile Schlund fällt während des Schlafes zusammen, er
muss stabilisiert und gestützt werden. Das erfolgt durch eine
innere Schienung, indem durch einen ständigen Luftdruck, der
durch eine Maschine und
über eine Nasenmaske in die inneren Atemwege mit einem
bestimmten Luftdruck gedrückt wird (mit offenem Mund gegen
den Sturm gehen hat eine ähnliche Wirkung). Da es
unterschiedlich schwere Ausprägungen dieses Krankheitsbildes
geben kann, ist eine patientenindividuelle Anpassung des
Druckes erforderlich. Diese Art der Therapie wird auch die
CPAP-Therapie genannt. Wenn der Luftdruck besonders hoch
eingestellt werden muss, oder weitere Krankheitsbilder
vorliegen, werden BiPAP-Geräte
eingesetzt, die die Ausatmung erleichtern. Operationen können
gegen Schnarchen helfen, gegen Schlafapnoe konnte bisher kein
dauerhafter Erfolg erzielt werden. Die Krankheit wird in
Deutschland seit ungefähr 20Jahren behandelt.
In
den meisten Fällen wird mit der CPAP- oder BiPAP-Therapie
erreicht, dass das Schlafmuster und die Atmung der eines
gesunden Menschen entsprechen. Aber nur solange sich der
Patient während seines Schlafes auch dieser Therapie
unterzieht. Dadurch ist eine dauernde
Behandlung gegeben. Bei diesen
chronisch kranken Patienten können leicht Probleme
entstehen, die mit der dauernden Behandlung im Zusammenhang
stehen, wie undichte Masken, Reizungen der Haut, Augen und
andere Erkrankungen wie Schnupfen, Trockenheit des Rachens. Es
gibt fast für alle Probleme auch Lösungen.
Die
Therapie wird von den meisten Patienten ohne Nebenwirkungen
vertragen, einige Patienten haben allergische Probleme, einige
haben psychologische Probleme mit der Nasenmaske. Die
Selbsthilfegruppe vermittelt hierzu einen Erfahrungsaustausch
mit Patienten und interessierten Personen.

Die
Selbsthilfegruppe
“SAS
Köln”
Gegründet
von Schlafapnoepatienten, mit der Unterstützung des
Schlafmedizinischem Zentrum der Lungenklinik des Krankenhauses
der Stadt Köln in Köln-Merheim.
Die
Selbsthilfegruppe fördert den Erfahrungsaustausch mit den
Betroffenen, sie informiert durch Öffentlichkeitsarbeit. Sie
unterstützt die Forschung und Entwicklung
die
mit dem Krankheitsbild zusammenhängen. Sie berät Patienten
im Sozialbereich und in allen Fragen, die mit der Anwendung
der Geräte im Zusammenhang stehen, wie Reisen,
Operationsvorbereitungen und Pflege bzw. Handhabung der Geräte
und berät zu Fragen der Schwerbehinderung.
Die
Selbsthilfegruppe ”SAS Köln” ist für Köln und das
Umland zuständig, sie ist Mitglied in der Deutschen
Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) und
im Bundesverband Schlafapnoe Deutschland (BSD e.V.)
Die
Selbsthilfegruppe veranstaltet regelmäßige Patientenseminare
und Informationsveranstaltungen.
Fordern
Sie einen Seminarplan an!
Unterstützen
Sie die Selbsthilfe durch eine fördernde Mitgliedschaft für
€ 20.- Jahresbeitrag, fordern Sie bitte bei den unten aufgeführten
Adressen ein Anmeldeformular an!
Wir
sind auch im Internet:
www.Schlafmedizin-Koeln.de
e-Mail: SAS-Koeln@gmx.de
Selbsthilfe
Schlafapnoesyndrom Köln
(SAS-Köln)
Edgar Völger,
Tel.
0221 – 89 34 89
Rita
Schumacher Tel. 0221 - 12 16 93
Holger Junge, Tel./Fax
02237 – 49
84
e-Mail:
Holger.Junge@gmx.de
©
SAS-Köln, Holger Junge, Juli 2002
|