SAS-KÖLN                                                                      

Informationen von Patienten und Ärzte für Patienten und medizinisches Personal über den Schlaf und Schlafstörungen.    

                                     SAS-Köln, Selbsthilfe Schlafapnoesyndrom Köln

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Letztes Update:
25.12.2003
Diese Seiten wurden von Patienten und Ärzten für Patienten oder Ratsuchende (aber auch medizinisches Personal)  gemacht.  Wir möchten Sie umfangreich über den Schlaf und Schlafstörungen aus medizinischer Sicht informieren. Wir verstehen uns als eine Initiative, die sich mit dem Schlaf und Schlafstörungen im allgemeinen und mit regionalen Besonderheiten und Versorgungsmöglichkeiten im Kölner Raum befassen. Wir sind ehrenamtlich tätig. Wir halten Sie über aktuelle Ereignisse die im Zusammenhang mit Schlafstörungen und deren Behandlungen stehen, auf dem Laufenden.  Wir werden daher unsere Seite regelmäßig aktualisieren. Gerne informieren wir Sie auch direkt über das neue Update, dazu bestellen Sie bitte die Newsletter.   (Newsletter bestellen)

 

Merkblatt der SAS-Köln zur Schlafapnoe 

  

    ........... Köln  

iNFORMIERT: 

Ist

 Schnarchen gefährlich??

Eine kostenlose Information

der

Selbsthilfegruppe SAS-Köln

zum Thema

“Schlafapnoesyndrom“

 

Das Risiko!

Die Gefahr!

Atemstillstände während des Schlafes sind gefährlich!  

”Wenn ich damals die Signale richtig erkannt hätte,  wäre mir höchstwahrscheinlich mein Gehirnschlag erspart geblieben ” stellte Eberhard W. (56) resignierend fest.

Dieser Überzeugung ist auch Werner L., der einen nächtlichen Herzinfarkt erlitten hatte. ”Ich wusste, dass ich schnarche, mein lautes Schnarchen war häufig genug Anlass zum Spott.  Wenn ich gewusst hätte, dass das Schnarchen bereits ein Symptom dafür war, dass meine nächtliche Atmung gestört wurde, in einem Umfang, wie die Untersuchungen später ergeben haben, von 50 mal in der Stunde!  Und ich habe davon nichts gemerkt”.   Das Schnarchen alleine ist nicht gefährlich, doch bei vielen Schnarchern treten auch Atemstillstände während des Schlafes ein,  diese Atemstillstände verhindern die Versorgung der inneren Organe und  des Gehirn mit Sauerstoff, dieser Zustand kann lebensbedrohend werden !  

 

Klären Sie das Warnsignal Schnarchen medizinisch ab, klären Sie ab, ob Sie an Schlafapnoe leiden!

    Wie entsteht der nächtliche Atemstillstand?

  Das obstruktive Schlafapnoesyndrom, im Volksmund auch  Schnarchkrankheit” genannt, entsteht durch das Erschlaffen der Schlundmuskulatur  während des Schlafes,  häufig bei Menschen ab der zweiten Lebenshälfte. Die Atemwegöffnung im Schlund fällt immer mehr zusammen, bis sie sich schließt. Die Atmung setzt aus, der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt ab (ähnlich wie beim Tauchen, allerdings wird dann die Atmung bewusst unterbrochen). Der Sauerstoffabfall im Blut wird vom Körper registriert, ein Weckprozess beginnt, der Patient ”kämpft”, bis er kurzzeitig, meist noch im Halbschlaf erwacht. Durch das Erwachen werden die Muskeln des Schlundes angespannt, der Verschluss löst sich, die Atmung setzt wieder ein.   

Der Patient schläft meistens sofort wieder ein, die Muskeln erschlaffen erneut, es beginnt ein neuer Zyklus des Atemstillstandes. Diese Atemstillstände, oft für Sekunden, manchmal aber auch für (2-3) Minuten können sich bis zu 600 Mal in der Nacht wiederholen. Die Folgen sind ein völlig ungesunder Schlaf und die damit verbundenen Erscheinungen, wie Tagesmüdigkeit, Konzentrationsmangel. Weitaus gefährlicher ist die Sauerstoffunterversorgung des Körpers. Folgeerkrankungen oder plötzlich eintretenden lebensbedrohende Zustände, wie z.b. Herz- und Kreislauferkrankungen,  aber auch Herz- oder Gehirninfarkte können im kausalem Zusammenhang mit dem Krankheitsbild stehen. 

Wie stellt man eine Schlafapnoe

fest?

Die Diagnose eines Schlafapnoesyndrom kann in einer ambulanten Vorklärung durch einen HNO oder Lungenfacharzt erfolgen, die endgültige Diagnose erfolgt stationär in einem ”Schlafmedizinischem Zentrum”, in einem Schlaflabor. Die ambulante Voruntersuchung wird mit einem kleinen tragbarem Messgerät durchgeführt, dass der Patient mit nach Hause nimmt, vor dem Einschlafen befestigt sich der Patient einige Messpunkte am Körper,  (z.b. Mikrofon am Hals, Pulsmanschette am Handgelenk, usw.). Am nächsten Tag werden die Werte des Rekorders analysiert. Im Falle eines Befundes erfolgt die stationäre ”große” Untersuchung in einem Schlaflabor. Dort werden wesentlich mehr Messpunkte angeschlossen und ausgewertet, insbesondere die der Schlafphasen, die bei einem Schlafapnoekranken krankheitsbedingt verändert sind, z.b. die für die Erholung des Körpers notwendigen Tiefschlafphasen.  Im Schlaflabor werden dann auch die Druckwerte ermittelt, die zur CPAP/BiPAP-Therapie erforderlicher Geräte eingestellt werden

 

Die Therapie  

Der instabile Schlund fällt während des Schlafes zusammen, er muss stabilisiert und gestützt werden. Das erfolgt durch eine innere Schienung, indem durch einen ständigen Luftdruck, der durch eine Maschine  und über eine Nasenmaske in die inneren Atemwege mit einem bestimmten Luftdruck gedrückt wird (mit offenem Mund gegen den Sturm gehen hat eine ähnliche Wirkung). Da es unterschiedlich schwere Ausprägungen dieses Krankheitsbildes geben kann, ist eine patientenindividuelle Anpassung des Druckes erforderlich. Diese Art der Therapie wird auch die CPAP-Therapie genannt. Wenn der Luftdruck besonders hoch eingestellt werden muss, oder weitere Krankheitsbilder vorliegen, werden  BiPAP-Geräte eingesetzt, die die Ausatmung erleichtern. Operationen können gegen Schnarchen helfen, gegen Schlafapnoe konnte bisher kein dauerhafter Erfolg erzielt werden. Die Krankheit wird in Deutschland seit ungefähr 20Jahren behandelt.

In den meisten Fällen wird mit der CPAP- oder BiPAP-Therapie erreicht, dass das Schlafmuster und die Atmung der eines gesunden Menschen entsprechen. Aber nur solange sich der Patient während seines Schlafes auch dieser Therapie unterzieht. Dadurch ist eine dauernde  Behandlung gegeben. Bei diesen  chronisch kranken Patienten können leicht Probleme entstehen, die mit der dauernden Behandlung im Zusammenhang stehen, wie undichte Masken, Reizungen der Haut, Augen und andere Erkrankungen wie Schnupfen, Trockenheit des Rachens. Es gibt fast für alle Probleme auch Lösungen.

Die Therapie wird von den meisten Patienten ohne Nebenwirkungen vertragen, einige Patienten haben allergische Probleme, einige haben psychologische Probleme mit der Nasenmaske. Die Selbsthilfegruppe vermittelt hierzu einen Erfahrungsaustausch mit Patienten und interessierten Personen.

Die Selbsthilfegruppe

“SAS Köln”

Gegründet von Schlafapnoepatienten, mit der Unterstützung des Schlafmedizinischem Zentrum der Lungenklinik des Krankenhauses der Stadt Köln in Köln-Merheim.

Die Selbsthilfegruppe fördert den Erfahrungsaustausch mit den Betroffenen, sie informiert durch Öffentlichkeitsarbeit. Sie unterstützt die Forschung und Entwicklung

die mit dem Krankheitsbild zusammenhängen. Sie berät Patienten im Sozialbereich und in allen Fragen, die mit der Anwendung der Geräte im Zusammenhang stehen, wie Reisen, Operationsvorbereitungen und Pflege bzw. Handhabung der Geräte und berät zu Fragen der Schwerbehinderung.

Die Selbsthilfegruppe ”SAS Köln” ist für Köln und das Umland zuständig, sie ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) und im Bundesverband Schlafapnoe Deutschland (BSD e.V.)

 

Die Selbsthilfegruppe veranstaltet regelmäßige Patientenseminare und Informationsveranstaltungen.

Fordern Sie einen Seminarplan an!

Unterstützen Sie die Selbsthilfe durch eine fördernde Mitgliedschaft für € 20.- Jahresbeitrag, fordern Sie bitte bei den unten aufgeführten Adressen ein Anmeldeformular an!

 

               Wir sind auch im Internet:

              www.Schlafmedizin-Koeln.de

                 e-Mail: SAS-Koeln@gmx.de

 

Selbsthilfe Schlafapnoesyndrom Köln       (SAS-Köln)  
Edgar Völger,   Tel.        0221 – 89 34 89 
Rita Schumacher Tel.      0221 - 12 16 93 

Holger Junge, Tel./Fax    02237 –  49 84

e-Mail: Holger.Junge@gmx.de

 

© SAS-Köln, Holger Junge, Juli 2002

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