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Therapierte
Schlafapnoepatienten können genauso reisen und in Urlaub fahren,
selbst wenn sie in der Ferne fahren, wie Ihre gesunden Mitmenschen.
Sie müssen sich nur etwas sorgfältiger auf ihre Reise vorbereiten
und einige Dinge während der Reise beachten.
Wir haben das
Thema gegliedert in:
o
Alles
was mit dem Gerät und der Maske zusammenhängt
o
Stromstärken
o
Merkblätter,
Ausweise, Zolldokumente
o
An- /Abreise
o
An
der Grenze / andere Länder
o
Am Urlaubsort
o
Für
alle (Not-) Fälle, wenn doch einmal etwas schief geht
Reisevorbereitungen
zum
Anfang
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Die Stromstärken variieren möglicherweise zwischen
Urlaubsland, Schiffs- oder Flugzeugkabinen und
Schlafwagenabteile oder Buskabinen (Hotelbusse oder Caravans)
von 12, 24, Volt oder 110 (120) und 220 (230) Volt. Bei einigen
Eisenbahnen gibt es weitere Zwischenwerte.
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Erkündigen Sie sich vorher über die Stromstärken und
überprüfen Sie, ob Ihr Gerät umschalten können, oder
spezielle Netzgeräte oder Adapter benötigen. (Viele Geräte
sind auf verschiedene Stromstärken umzustellen), Ihr
Gerätelieferant berät Sie gerne.
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Gerade wenn Sie Ihr Gerät öfters umschalten müssen,
dann nehmen Sie reichlich Sicherungen der jeweiligen
Stromstärken mit, weil bei einer falschen Einstellung auf jeden
Fall die Sicherung durchbrennt (möglicherweise aber auch noch
weiterer Schaden entstehen kann)
zum
Anfang
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Besorgen Sie sich vorher von Ihrem Schlaflabor / Arzt
eine Bescheinigung (möglichst in englischer Sprache), dass es
sich bei dem Gerät um ein medizinisches Gerät handelt, das Sie
es für Ihre Therapie benötigen (das gilt im Allgemeinen nicht
mehr für die Urlaubsländer im europäischen Mittelmeerraum).
In vielen Landesgrenzen müssen Sie das Gerät erläutern, da
ist die Bescheinigung sehr hilfreich
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Merkblätter (wie z.B.das für die Anästhesie) sollten
Sie ebenfalls mitnehmen, man weiß ja nie...)
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Vergessen Sie auch nicht Ihren „Schlafapnoe-Ausweis“,
denn er enthält alle wichtigen Angaben und Werte zu Ihrer
Schlafapnoe und deren Behandlung, wie z.B. den benötigten Druck
(falls Sie im Urlaubsland ein Ersatzgerät benötigen, muss es
ja auf Ihren Wert eingestellt werden)
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Erkundigen Sie sich bei Ihrem Gerätehersteller /
Lieferant ob es in Ihrem Urlaubsland auch eine Vertretung dieser
Firma gibt und welche Adresse sie hat und nehmen Sie diese
Adresse mit.
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Es ist auch hilfreich zu wissen, wo das nächste
Schlaflabor an Ihrem Urlaubsort ist
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Nehmen Sie Telefon- und Faxnummer Ihres
Geräteherstellers / Lieferanten mit in den Urlaub, falls Sie
dringend ein Ersatzteil bestellen müssen, oder eine Auskunft
benötigen
zum
Anfang
Auf
Reisen
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Transportieren Sie Ihr Gerät immer am „Körper“
(Tragetasche/Rucksack), geben Sie es nicht auf. Beim
Fluggepäck beispielsweise,
werden die Koffer ziemlich strapaziert, die Koffer werden
gestoßen oder fallen von großen Höhen auf die Bänder. Ihr
empfindliches, elektronisches Gerät hält das nicht aus. Nehmen
Sie es daher als Bordgepäck mit. Viele Fluggesellschaften
akzeptieren das „medizinische Gerät“ zusätzlich zu Ihrem
limitierten Handgepäck, fragen Sie Ihre Fluggesellschaft
vorher. Ein weiterer Grund, das Gerät nicht mit dem allgemeinen
Gepäck aufzugeben liegt auch
darin, dass ein Gepäckstück schon mal fehlverladen wird oder
gar verschwindet und erst nach mehreren Tagen
(oder nie?!) Ihnen ausgehändigt werden kann.
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Sehr häufig
wird auch während der Reise geschlafen, wenn z.B. nachts
gereist wird, oder lange Strecken zu überwinden sind.
Beispiele:
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Schiffskabine (Kreuzfahrten / Fähren)
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Schlaf- und Liegewagen der Bahnen
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Flugzeugkabine (sitzend /liegend)
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Caravans
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Busreisen (sitzend / liegend)
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Erkundigen
Sie sich vorher bei Ihrem Reiseveranstalter, ob es eine
Stromversorgung gibt und welche Stecker für welche Stromstärke
Sie benötigen. Fast alle zuvor genannten Verkehrsmittel bieten
mittlerweile Ihren Fahrgästen einen Stromanschluss in den
Kabinen oder am Sitz-/Liegeplatz an. Beachten Sie aber, viele
Steckdosen sind für Notebooks oder ähnliches ausgelegt und
haben nicht die Stromleistung die Ihr Gerät benötigt!!
Und bei Batteriestrom (z.B. Caravans) beachten Sie bitte,
dass die Stromentnahme nicht unerheblich ist und damit die
Batterie nicht am nächsten Morgen entladen sein kann !!
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Auch wenn Sie möglicherweise einige Stunden während der
Fahrt ohne Therapie auskommen würden, bedenken Sie bitte auch,
dass Sie sich wegen Ihrer Schnarchlautstärke zur Attraktion im
Flugzeug entwickeln könnten. Sie merken es spätestens, wenn
Sie alle Leute entrüstet anstarren (oder mehr).
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Sichern Sie Ihr Gerät, damit es beim Bremsen,
Kurverfahren, oder Turbulenzen nicht verrutscht oder
herunterfällt
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Vergessen Sie nicht Ihr Gerät wieder einzupacken (ggf.
auf eine andere Stromstärke umzustellen) und mitzunehmen.
zum
Anfang
An der Grenze / andere
Länder
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Ihr Gerät darf durchleuchtet werden
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Erklären Sie den Sicherheitsbeamten, dass es sich um ein
medizinisches Gerät gegen das Schnarchen handelt. Viele
Kontrolleure kennen mittlerweile das Gerät und lassen Sie ohne
Probleme passieren. Ansonsten ist die Bescheinigung (s. Pkt:
Dokumente) sehr hilfreich, zumal, wenn die Bescheinigung in
englischer Sprache ausgestellt wurde.
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Wenn das Gerät ausgepackt und ggf. vorgeführt werden
soll, erfragen Sie vorher die Stromstärke der Steckdose, an der
Sie das Gerät anschließen sollen, ggf. müssen Sie das Gerät
auf die richtige Spannung umstellen. Wichtig ist auch, dass Sie
alle Teile des Gerätes in einem Gepäckstück haben und nicht
die Anschlussschnur im Koffer suchen müssen (sofern Sie diesen
überhaupt in diesem Moment im Zugriff haben).
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Einige Länder verlangen, dass Sie das Gerät bei der
Einreise beim Zoll anmelden, damit Sie es später wieder problemlos
ausführen können. Das ist besonders wichtig, wenn das Gerät
aus dem Land nach Deutschland importiert wurde, in dem Sie nun
einreisen wollen (oder wenn Sie wieder nach Deutschland
einreisen wollen). Im Zweifelsfall lieber einmal mehr fragen,
als später Scherereien zu bekommen.
zum
Anfang
Am Urlaubsort
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Stellen Sie Ihr Gerät so wie Sie es gewohnt sind auf.
Bedenken Sie das die Wände der Hotels meistens sehr viel
dünner sind, vermeiden Sie es daher, Ihr Gerät auf einen
sogenannten Resonanzboden aufzustellen (Nachttischablagen, Borde
oder Bettumrandungen). Das Gerät wird deutlich lauter, die
Schwingungen übertragen sich auch auf die anderen Räume.
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Legen Sie eine Styroporplatte oder ein dickes Handtuch
unter das Gerät, das hilft zu mindestens etwas. Notfalls nehmen
Sie einen gepolsterten Stuhl, decken die Sitzfläche mit einem
(sauberen) Handtuch ab und stellen Ihr Gerät auf die abgedeckte
Sitzfläche.
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Prüfen, bzw. wechseln Sie die Filter häufiger als zu
Hause oder vom Gerät angezeigt, weil die Hotels oder die
vorhandenen Räumlichkeiten i.d.R. doch nicht so sauber sind.
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Wechseln Sie auf jeden Fall aber die Filter, wenn Sie
wieder zu Hause sind, nicht nur weil empfindliche Nasen noch den
Nikotingeruch aus dem Hotelzimmer riechen, sondern um auch die
fremden Bakterien gegen Ihre „hauseigenen“ Bakterien (an die
Sie viel besser gewöhnt sind)
auszutauschen.
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Verlegen Sie das evtl. benötigte Verlängerungskabel
stolpersicher, damit besonders nachts keiner über das Kabel
stolpert.
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Schalten Sie das Gerät auf die richtige Stromstärke um.
Tipp: Bei der Abreise wieder auf die (höheren) deutschen 220 /
230 Volt umstellen, weil es meistens zu Hause nach anstrengender
Rückreise vergessen wird und dann haut garantiert die Sicherung
durch!
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Nehmen Sie ggf. den Adapter oder das Netzgerät zur Hilfe
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Decken Sie tagsüber das ausgeschaltete, stromlose Gerät
mit einem Handtuch ab, oder besser, Sie packen das Gerät in den
Kleiderschrank, damit das Zimmermädchen nicht am Gerät rum
hantiert oder es gar herunter schmeißt.
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Pflegen / reinigen Sie Ihre Maske und das Gerät
häufiger und intensiver als zu Hause. Sonnenöl, Fettcreme,
Sand aber auch die fehlende Sauberkeit, die hohen Temperaturen
und die hohe Luftfeuchtigkeit setzen Ihrer Maske und
Schlauchsystem mehr zu, als zu Hause.
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Nicht in allen Urlaubsgebieten erhalten Sie das
destillierte Wasser für Ihren Luftbefeuchter.
Kohlensäurefreies (sog. stilles)
Wasser aus der Flasche oder dem Kanister tut es auch für
eine gewisse Zeit. Nehmen Sie aber kein Leitungswasser.
Versuchen Sie es doch zunächst doch mal ohne den
Luftbefeuchter, weil die klimatischen Verhältnisse am Ort
vielleicht einen Luftbefeuchter überflüssig machen.
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In Sonnenländern ist es auch nachts noch sehr warm und
Sie schwitzen vermehrt unter der Maske, dann kann Ihnen
vielleicht der „Vileda-Trick“ helfen (regelmäßige Besucher
der Selbsthilfegruppen kennen ihn längst: schneiden Sie sich
eine Schablone aus dem Viledatuch, in der Form, wie Ihre Maske
auf Ihrer Gesichtshaut aufliegt und legen Sie diese zwischen
Maske und Ihrer Haut. Das Viledatuch saugt die Feuchtigkeit
besser auf und schließt damit die Maske besser
ab.
zum
Anfang
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Auf den Selbsthilfeveranstaltungen berichten immer wieder
Patienten, dass Sie während Ihres Urlaubes Probleme hatten, sei
es, dass Sie vergessen hatten, die Masken einzupacken, oder der
Schlauch noch zu Hause zum Trocknen über der Badewanne hing.
Aber auch ein plötzlicher Defekt am Gerät, bzw. der Maske oder
ein Diebstahl kann einen solchen Notfall auslösen.
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Wenden Sie sich an die örtliche Niederlassung Ihres
Herstellers, bitten Sie den Reiseleiter / Rezeptionspersonal um
Übersetzungshilfe Viele Hersteller sind im europäischem
Ausland und in den USA vertreten.
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Sonst wenden Sie sich an einen Arzt, damit er Ihnen die
Adresse des nächstgelegenem Schlaflabor benennt. Fahren Sie
dort hin, konsultieren Sie das Schlaflaborpersonal mit Ihrem
Problem, meistens kann Ihnen geholfen werden.
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Oder rufen Sie die Notdienstnummer Ihres Herstellers in
Deutschland an (oder schicken ein Fax) damit Ihnen von dort
geholfen wird. Möglicherweise dauert es ein bis zwei oder mehr
Tage bis Sie im Besitz der benötigten Teile sind.
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Setzen Sie nicht eigenmächtig
für die Zeit des Urlaubes die Therapie aus. Es kann
gesundheitliche Folgen für Sie haben, fragen Sie zu mindestens
Ihren behandelnden Arzt oder Ihr Schlaflabor in
Deutschland
Wenn
Sie diese Regeln beachten, steht Ihnen aus Sicht der
Schlafapnoetherapie nichts mehr im Wege, Ihrem verdienten Urlaub zu
genießen.
Schreiben
Sie uns doch „Ihr Urlaubserlebnis“ , das im Zusammenhang mit
Ihrer Schlafapnoetherapie stand oder wenn Sie weitere Anregungen
oder Ergänzungen zu diesen Hinweisen haben.
Hier
kommen Sie zur Checkliste
zum Anfang
Ihr
Holger
Junge ( Holger.Junge@gmx.de
)
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