SAS-KÖLN                                                                      

Informationen von Patienten und Ärzte für Patienten und medizinisches Personal über den Schlaf und Schlafstörungen.    

                                     SAS-Köln, Selbsthilfe Schlafapnoesyndrom Köln

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Letztes Update:
25.12.2003
Diese Seiten wurden von Patienten und Ärzten für Patienten oder Ratsuchende (aber auch medizinisches Personal)  gemacht.  Wir möchten Sie umfangreich über den Schlaf und Schlafstörungen aus medizinischer Sicht informieren. Wir verstehen uns als eine Initiative, die sich mit dem Schlaf und Schlafstörungen im allgemeinen und mit regionalen Besonderheiten und Versorgungsmöglichkeiten im Kölner Raum befassen. Wir sind ehrenamtlich tätig. Wir halten Sie über aktuelle Ereignisse die im Zusammenhang mit Schlafstörungen und deren Behandlungen stehen, auf dem Laufenden.  Wir werden daher unsere Seite regelmäßig aktualisieren. Gerne informieren wir Sie auch direkt über das neue Update, dazu bestellen Sie bitte die Newsletter.   (Newsletter bestellen)

 

Auch Schlafapnoiker können reisen  .....

   Therapierte Schlafapnoepatienten können genauso reisen und in Urlaub fahren, selbst wenn sie in der Ferne fahren, wie Ihre gesunden Mitmenschen. Sie müssen sich nur etwas sorgfältiger auf ihre Reise vorbereiten und einige Dinge während der Reise beachten.

Wir haben das Thema gegliedert in:

o       Alles was mit dem Gerät und der Maske zusammenhängt

o       Stromstärken

o       Merkblätter, Ausweise, Zolldokumente

o       An- /Abreise

o       An der Grenze / andere Länder

o       Am Urlaubsort

o       Für alle (Not-) Fälle, wenn doch einmal etwas schief geht

 Reisevorbereitungen 

  • Alles was mit dem Gerät und der Maske zusammenhängt: 

    •          Überprüfen Sie, ob der Wartungstermin für Ihr Gerät nicht in Ihrer Urlaubszeit liegt, sonst verschieben Sie den Termin

    •          Überprüfen Sie, ob das Zubehör einwandfrei ist, defekte Teile vor dem Urlaub austauschen.  

    •          Nehmen Sie möglichst eine komplette Ersatzmaske mit  

    •          Packen Sie Verbrauchsmaterial ein, wie      

      • Filter (bedenken Sie, dass Sie mehr Filter benötigen als zu Hause, weil die Verkehrsmittel und Räumlichkeiten häufig nicht so sauber sind)    

      • Stirnpolster    

      • Clips  

      • Vileda-Tuch  

    •         Nehmen Sie Reinigungsmaterial (wie Spülmittel) mit, füllen Sie sich  soviel ab, wie Sie für Ihre Urlaubszeit benötigen

    •          Besorgen Sie sich eine Styroporplatte (o.ä.) zur Geräuschdämmung (siehe auch am Urlaubsort)

    •          Nehmen Sie Ersatzsicherungen (ggf. verschiedene Voltwerte) mit  

    •          Denken Sie daran, auch ein Verlängerungskabel einzupacken, weil viele Hotelzimmer sehr sparsam mit Steckdosen ausgestattet sind

    •          Besorgen Sie sich ggf. einen Stecker-Adapter für das Urlaubsland  

    •          Beschriften Sie Tasche und das Gerät mit Ihrer Adresse

    •          Verpacken Sie Ihr Gerät komplett mit allem Zubehör in einem Gepäckstück, damit Sie alles zusammen haben (wenn Sie es beispielsweise an der Grenze vorführen müssen oder ein Gepäckstück verloren geht).

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  •           Die Stromstärken variieren möglicherweise zwischen Urlaubsland, Schiffs- oder Flugzeugkabinen und Schlafwagenabteile oder Buskabinen (Hotelbusse oder Caravans) von 12, 24, Volt oder 110 (120) und 220 (230) Volt. Bei einigen Eisenbahnen gibt es weitere Zwischenwerte.

  •           Erkündigen Sie sich vorher über die Stromstärken und überprüfen Sie, ob Ihr Gerät umschalten können, oder spezielle Netzgeräte oder Adapter benötigen. (Viele Geräte sind auf verschiedene Stromstärken umzustellen), Ihr Gerätelieferant berät Sie gerne.

  •          Gerade wenn Sie Ihr Gerät öfters umschalten müssen, dann nehmen Sie reichlich Sicherungen der jeweiligen Stromstärken mit, weil bei einer falschen Einstellung auf jeden Fall die Sicherung durchbrennt (möglicherweise aber auch noch weiterer Schaden entstehen kann) 

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  •            Besorgen Sie sich vorher von Ihrem Schlaflabor / Arzt eine Bescheinigung (möglichst in englischer Sprache), dass es sich bei dem Gerät um ein medizinisches Gerät handelt, das Sie es für Ihre Therapie benötigen (das gilt im Allgemeinen nicht mehr für die Urlaubsländer im europäischen Mittelmeerraum). In vielen Landesgrenzen müssen Sie das Gerät erläutern, da ist die Bescheinigung sehr hilfreich

  •            Merkblätter (wie z.B.das für die Anästhesie) sollten Sie ebenfalls mitnehmen, man weiß ja nie...)

  •           Vergessen Sie auch nicht Ihren „Schlafapnoe-Ausweis“, denn er enthält alle wichtigen Angaben und Werte zu Ihrer Schlafapnoe und deren Behandlung, wie z.B. den benötigten Druck (falls Sie im Urlaubsland ein Ersatzgerät benötigen, muss es ja auf Ihren Wert eingestellt werden)

  •            Erkundigen Sie sich bei Ihrem Gerätehersteller / Lieferant ob es in Ihrem Urlaubsland auch eine Vertretung dieser Firma gibt und welche Adresse sie hat und nehmen Sie diese Adresse mit.

  •           Es ist auch hilfreich zu wissen, wo das nächste Schlaflabor an Ihrem Urlaubsort ist

  •           Nehmen Sie Telefon- und Faxnummer Ihres Geräteherstellers / Lieferanten mit in den Urlaub, falls Sie dringend ein Ersatzteil bestellen müssen, oder eine Auskunft benötigen  

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Auf Reisen 

  •            Transportieren Sie Ihr Gerät immer am „Körper“ (Tragetasche/Rucksack), geben Sie es nicht auf. Beim  Fluggepäck  beispielsweise, werden die Koffer ziemlich strapaziert, die Koffer werden gestoßen oder fallen von großen Höhen auf die Bänder. Ihr empfindliches, elektronisches Gerät hält das nicht aus. Nehmen Sie es daher als Bordgepäck mit. Viele Fluggesellschaften akzeptieren das „medizinische Gerät“ zusätzlich zu Ihrem limitierten Handgepäck, fragen Sie Ihre Fluggesellschaft vorher. Ein weiterer Grund, das Gerät nicht mit dem allgemeinen Gepäck aufzugeben liegt  auch darin, dass ein Gepäckstück schon mal fehlverladen wird oder gar verschwindet und erst nach mehreren Tagen  (oder nie?!) Ihnen ausgehändigt werden kann.

  •            Sehr häufig wird auch während der Reise geschlafen, wenn z.B. nachts gereist wird, oder lange Strecken zu überwinden sind.

Beispiele:

  •       Schiffskabine (Kreuzfahrten / Fähren)

  •       Schlaf- und Liegewagen der Bahnen

  •       Flugzeugkabine (sitzend /liegend)

  •       Caravans

  •       Busreisen (sitzend / liegend)   

 

  • Erkundigen Sie sich vorher bei Ihrem Reiseveranstalter, ob es eine Stromversorgung gibt und welche Stecker für welche Stromstärke Sie benötigen. Fast alle zuvor genannten Verkehrsmittel bieten mittlerweile Ihren Fahrgästen einen Stromanschluss in den Kabinen oder am Sitz-/Liegeplatz an. Beachten Sie aber, viele Steckdosen sind für Notebooks oder ähnliches ausgelegt und haben nicht die Stromleistung die Ihr Gerät benötigt!!    Und bei Batteriestrom (z.B. Caravans) beachten Sie bitte, dass die Stromentnahme nicht unerheblich ist und damit die Batterie nicht am nächsten Morgen entladen sein kann !!

  •                Auch wenn Sie möglicherweise einige Stunden während der Fahrt ohne Therapie auskommen würden, bedenken Sie bitte auch, dass Sie sich wegen Ihrer Schnarchlautstärke zur Attraktion im Flugzeug entwickeln könnten. Sie merken es spätestens, wenn Sie alle Leute entrüstet anstarren (oder mehr).

  •                Sichern Sie Ihr Gerät, damit es beim Bremsen, Kurverfahren, oder Turbulenzen nicht verrutscht oder herunterfällt

  •                 Vergessen Sie nicht Ihr Gerät wieder einzupacken (ggf. auf eine andere Stromstärke umzustellen) und mitzunehmen.

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       An der Grenze / andere Länder 

  •                 Ihr Gerät darf durchleuchtet werden

  •                 Erklären Sie den Sicherheitsbeamten, dass es sich um ein medizinisches Gerät gegen das Schnarchen handelt. Viele Kontrolleure kennen mittlerweile das Gerät und lassen Sie ohne Probleme passieren. Ansonsten ist die Bescheinigung (s. Pkt: Dokumente) sehr hilfreich, zumal, wenn die Bescheinigung in englischer Sprache ausgestellt wurde.

  •                 Wenn das Gerät ausgepackt und ggf. vorgeführt werden soll, erfragen Sie vorher die Stromstärke der Steckdose, an der Sie das Gerät anschließen sollen, ggf. müssen Sie das Gerät auf die richtige Spannung umstellen. Wichtig ist auch, dass Sie alle Teile des Gerätes in einem Gepäckstück haben und nicht die Anschlussschnur im Koffer suchen müssen (sofern Sie diesen überhaupt in diesem Moment im Zugriff haben).

  •                Einige Länder verlangen, dass Sie das Gerät bei der Einreise beim  Zoll anmelden, damit Sie es später wieder problemlos ausführen können. Das ist besonders wichtig, wenn das Gerät aus dem Land nach Deutschland importiert wurde, in dem Sie nun einreisen wollen (oder wenn Sie wieder nach Deutschland einreisen wollen). Im Zweifelsfall lieber einmal mehr fragen, als später Scherereien zu bekommen.    

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       Am Urlaubsort 

  •                Stellen Sie Ihr Gerät so wie Sie es gewohnt sind auf. Bedenken Sie das die Wände der Hotels meistens sehr viel dünner sind, vermeiden Sie es daher, Ihr Gerät auf einen sogenannten Resonanzboden aufzustellen (Nachttischablagen, Borde oder Bettumrandungen). Das Gerät wird deutlich lauter, die Schwingungen übertragen sich auch auf die anderen Räume.

  •                Legen Sie eine Styroporplatte oder ein dickes Handtuch unter das Gerät, das hilft zu mindestens etwas. Notfalls nehmen Sie einen gepolsterten Stuhl, decken die Sitzfläche mit einem (sauberen) Handtuch ab und stellen Ihr Gerät auf die abgedeckte Sitzfläche.

  •                Prüfen, bzw. wechseln Sie die Filter häufiger als zu Hause oder vom Gerät angezeigt, weil die Hotels oder die vorhandenen Räumlichkeiten i.d.R. doch nicht so sauber sind.

  •                Wechseln Sie auf jeden Fall aber die Filter, wenn Sie wieder zu Hause sind, nicht nur weil empfindliche Nasen noch den Nikotingeruch aus dem Hotelzimmer riechen, sondern um auch die fremden Bakterien gegen Ihre „hauseigenen“ Bakterien (an die Sie viel besser gewöhnt sind)  auszutauschen.

  •                Verlegen Sie das evtl. benötigte Verlängerungskabel stolpersicher, damit besonders nachts keiner über das Kabel stolpert.

  •                Schalten Sie das Gerät auf die richtige Stromstärke um. Tipp: Bei der Abreise wieder auf die (höheren) deutschen 220 / 230 Volt umstellen, weil es meistens zu Hause nach anstrengender Rückreise vergessen wird und dann haut garantiert die Sicherung durch!

  •                 Nehmen Sie ggf. den Adapter oder das Netzgerät zur Hilfe

  •                 Decken Sie tagsüber das ausgeschaltete, stromlose Gerät mit einem Handtuch ab, oder besser, Sie packen das Gerät in den Kleiderschrank, damit das Zimmermädchen nicht am Gerät rum hantiert oder es gar herunter schmeißt.

  •                 Pflegen / reinigen Sie Ihre Maske und das Gerät häufiger und intensiver als zu Hause. Sonnenöl, Fettcreme, Sand aber auch die fehlende Sauberkeit, die hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit setzen Ihrer Maske und Schlauchsystem mehr zu, als zu Hause.

  •                Nicht in allen Urlaubsgebieten erhalten Sie das destillierte Wasser für Ihren Luftbefeuchter. Kohlensäurefreies (sog. stilles)  Wasser aus der Flasche oder dem Kanister tut es auch für eine gewisse Zeit. Nehmen Sie aber kein Leitungswasser. Versuchen Sie es doch zunächst doch mal ohne den Luftbefeuchter, weil die klimatischen Verhältnisse am Ort vielleicht einen Luftbefeuchter überflüssig machen.

  •                 In Sonnenländern ist es auch nachts noch sehr warm und Sie schwitzen vermehrt unter der Maske, dann kann Ihnen vielleicht der „Vileda-Trick“ helfen (regelmäßige Besucher der Selbsthilfegruppen kennen ihn längst: schneiden Sie sich eine Schablone aus dem Viledatuch, in der Form, wie Ihre Maske auf Ihrer Gesichtshaut aufliegt und legen Sie diese zwischen Maske und Ihrer Haut. Das Viledatuch saugt die Feuchtigkeit besser auf und schließt damit die Maske besser ab.                                                                                                                         zum Anfang   

  •                Auf den Selbsthilfeveranstaltungen berichten immer wieder Patienten, dass Sie während Ihres Urlaubes Probleme hatten, sei es, dass Sie vergessen hatten, die Masken einzupacken, oder der Schlauch noch zu Hause zum Trocknen über der Badewanne hing. Aber auch ein plötzlicher Defekt am Gerät, bzw. der Maske oder ein Diebstahl kann einen solchen Notfall auslösen.

  •                Wenden Sie sich an die örtliche Niederlassung Ihres Herstellers, bitten Sie den Reiseleiter / Rezeptionspersonal um Übersetzungshilfe Viele Hersteller sind im europäischem Ausland und in den USA vertreten.

  •                 Sonst wenden Sie sich an einen Arzt, damit er Ihnen die Adresse des nächstgelegenem Schlaflabor benennt. Fahren Sie dort hin, konsultieren Sie das Schlaflaborpersonal mit Ihrem Problem, meistens kann Ihnen geholfen werden.

  •                Oder rufen Sie die Notdienstnummer Ihres Herstellers in Deutschland an (oder schicken ein Fax) damit Ihnen von dort geholfen wird. Möglicherweise dauert es ein bis zwei oder mehr  Tage bis Sie im Besitz der benötigten Teile sind.

  •                Setzen Sie nicht  eigenmächtig für die Zeit des Urlaubes die Therapie aus. Es kann gesundheitliche Folgen für Sie haben, fragen Sie zu mindestens Ihren behandelnden Arzt oder Ihr Schlaflabor in Deutschland 

Wenn Sie diese Regeln beachten, steht Ihnen aus Sicht der Schlafapnoetherapie nichts mehr im Wege, Ihrem verdienten Urlaub zu genießen.

Schreiben Sie uns doch „Ihr Urlaubserlebnis“ , das im Zusammenhang mit Ihrer Schlafapnoetherapie stand oder wenn Sie weitere Anregungen oder Ergänzungen zu diesen Hinweisen haben.  

Hier kommen Sie zur Checkliste                                       zum Anfang        

 Ihr

Holger Junge         ( Holger.Junge@gmx.de )                                                                

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