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Letztes
Update:
25.12.2003 |
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| Diese Seiten wurden von
Patienten und Ärzten für Patienten oder Ratsuchende (aber auch
medizinisches Personal) gemacht. Wir
möchten Sie umfangreich über den Schlaf und Schlafstörungen aus
medizinischer Sicht informieren. Wir verstehen uns als eine Initiative,
die sich
mit dem Schlaf und Schlafstörungen im allgemeinen und mit regionalen Besonderheiten und
Versorgungsmöglichkeiten im Kölner
Raum befassen. Wir sind ehrenamtlich tätig. Wir
halten Sie über aktuelle Ereignisse die im Zusammenhang mit
Schlafstörungen und deren Behandlungen stehen, auf dem Laufenden.
Wir werden daher unsere Seite regelmäßig aktualisieren. Gerne informieren wir Sie auch
direkt über das neue Update, dazu bestellen Sie bitte die
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Ist
das Schnarchen
gefährlich ??
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Man
muss zunächst unterscheiden in verschiedenen Schweregrade des
Schnarchens und zwischen Erwachsenen und Kindern:
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Schnarchen
bei Erwachsenen
Schnarchen
als Geräuschphänomen ist relativ häufig. 60-80% aller Männer über
50 Jahren schnarchen, auf die Gesamtbevölkerung bezogen, sind etwa
10-30% betroffen. Die Lautstärke hält sich meist mit 17-26 Dezibel
(entspricht dem Brummen eines Kühlschrankes) in Grenzen, wird ab 40
dB deutlich störend und kann Spitzen bis zu knapp 90 dB (die Geräuschkulisse
eines Lastkraftwagens) erreichen. Teilweise belächelt, teilweise
schamhaft verschwiegen, gilt Schnarchen mehr als unangenehme
Eigenart, denn als bedrohlich. Weil manchmal mit Spitzenwerten von
87,5 Dezibel (Guiness Book 1990) sogar der Presslufthammer (75
Dezibel) übertönt wird, vermutet man die Gefahr wohl eher beim
erbosten Partner. Schnarchen ist aber mehr als nur eine Lärmbelästigung.
Schnarchen kann auch eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.
Die
genaue Ursache des Schnarchens ist bei jedem Betroffenen etwas
unterschiedlich.
Im Schlaf kommt es bei jedem
Menschen zu einer Erschlaffung der Muskulatur des
Nasen-Rachenraumes. Durch eine Enge in diesen oberen Luftwegen - wie
sie etwa durch eine verkrümmte Nasenscheidewand oder vergrößerte
Rachen- oder Gaumenmandeln entstehen kann - wird die Strömungsgeschwindigkeit
der Atemluft erhöht.
Dies wiederum senkt den Druck
im Rachenraum. Der Rachen ist ein "Muskelschlauch" aus
mehr als 20 Muskelpaaren. Der verminderte Luftdruck und die im
Schlaf erschlaffte Muskulatur können zum Kollaps des Schlauches führen.
Beim einfachen Schnarchen bleibt der Luftstrom jedoch aufrecht. Das
Rachen- und Gaumengewebe kollabiert nicht komplett, sondern vibriert
aufgrund der entstandenen Turbulenzen. So entsteht das
charakteristische Geräusch des Schnarchens.
Kommt es dabei zu keiner Störung
des Atemrhythmus oder der Schlafqualität (der eigenen, nicht der
des Bettnachbarn), spricht man vom einfachen oder primären
Schnarchen
In der Regel ist das
Zusammentreffen mehrerer Faktoren notwendig, damit es zum Schnarchen
kommt. So begünstigt eine verlegte Nasenatmung - wie etwa bei
Schnupfen, Allergien, Nasennebenhöhlen-Entzündungen,
Nasenscheidewand- Verkrümmungen, vergrößerten Gaumen- und
Rachenmandeln oft der Fall - den geräuschvollen Schlaf. Die
vermehrte Fettablagerung im Rachen- und Zungenbereich bei Übergewichtigen
bewirkt ebenfalls eine Verengung der Atemwege. Verstärkt werden
diese Faktoren noch zusätzlich durch den Schlaf in Rückenlage, da
es hierbei zu einem Nach-hinten-Sinken des Zungengrundes kommt. Im
Schlaf lässt die Spannkraft der gesamten Muskulatur nach. Somit
erschlafft auch die Muskulatur der oberen Luftwege, wodurch das
Vibrieren des weichen Gaumens (Gaumensegel und Zäpfchen) als Auslöser
des charakteristischen Geräusches erst ermöglicht wird.
Vermehrter Alkoholgenuss bzw.
die Einnahme von Schlafmitteln oder Medikamenten wie Antihistaminika
(Medikamente zur Allergie-Behandlung) verstärken diesen Effekt
noch. Weitere mögliche Gründe sind Occlusionsprobleme im
Kieferbereich (dabei handelt es sich um ein Missverhältnis zwischen
Ober- und Unterkiefer), eine deutlich vergrößerte Zunge oder
andere anatomische Veränderungen, die den Luftstrom behindern.
Schnarchen
ohne Atemstörung
kann durch das Schnarchgeräusch Schlafstörungen oder Beziehungsstörungen
von Partnern verursachen. (typisches Beispiel: Die Gattin verlässt
das Ehebett) So soll es Frauen geben, die ihrem Mann ein Holzscheit
auf den Rücken binden, damit er nicht in die Rückenlage fällt –
in dieser Lage schnarchen nämlich die meisten Menschen. Partner von
Schnarchern wachen richtig auf und können längere Zeit nicht mehr
einschlafen.
Das macht aggressiv:
Videoaufnahmen zeigen, wie die im Schlaf Gestörten ihren Partner
mit Rippenstößen oder Fußtritten zu wecken versuchen. Da helfen
in vielen Fällen nur noch getrennte Schlafzimmer.
Aber auch das jahrelange
Schnarchen ohne Atemstörungen hinterlässt seine Spuren. Durch die
Vibration des Gewebes beim Schnarchen werden die dort vorhandenen
Nerven und Strukturen in Mitleidenschaft gezogen.
Bei jedem lauten Schnarchen,
das einen selbst weckt oder die Umgebung stört, sollte man zum Arzt
gehen, um eine mögliche Behinderung der Atemwege abzuklären und
gegebenenfalls behandeln zu lassen.
Was das einfache, primäre
Schnarchen betrifft, so gibt es verschiedene "Hausmittel",
die wieder Ruhe ins Schlafzimmer bringen sollen:
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Bei Übergewicht ist eine
Gewichtsreduktion zu empfehlen.
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Auf Alkohol sollte man
vor dem Schlafengehen verzichten, ebenso auf ein spätes
Abendessen.
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Beruhigungs- oder
Schlafmittel, sowie Antihistaminika können Schnarchen
provozieren und sollten - wenn möglich - gemieden werden.
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Schlafen mit erhöhtem
Oberkörper reduziert das Schnarchen.
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Auf jeden Fall ist das
Schlafen in Rückenlage zu vermeiden. Hier hilft oft das Einnähen
eines Tennisballes in den Rückenteil des Pyjamas.
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Wichtig ist es, für eine
gute Schlafhygiene
zu sorgen. Das bedeutet, eine ruhige Umgebung zu schaffen, das
Schlafzimmer zu lüften, Schlafrhythmen einzuhalten, keine
"Sorgen" mit ins Bett zu nehmen usw.
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Im Sanitätshandel gibt
es diverse Hilfsmittel, um die Schlafposition zu beeinflussen,
Zunge oder Kiefer zu fixieren (z. B. Kinnbinde, Aufbiss-Schienen)
oder die Nasenatmung (Nasenpflaster oder Klammer) zu verbessern.
Es sei noch einmal
ausdrücklich erwähnt, diese Mittel nur einzusetzen oder
anzuwenden, wenn abgeklärt ist, dass es sich wirklich nur um ein
einfaches, primäres Schnarchen handelt. Um festzustellen, dass es
sich tatsächlich um das relativ harmlose einfache, primäre
Schnarchen handelt, sollte unbedingt eine ambulante
Schnarchdiagnostik
erfolgen
Schnarchen
mit Atemaussetzern (obstruktives Schlafapnoesyndrom)
In
diesen Fällen muss auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Zum
einem muss in einem Schlaflabor
der Schweregrad der schlafbezogenen Atmungsbehinderung gemessen
werden, zum anderen muss dann geprüft werden, welche Therapie
angewandt werden kann oder muss. Bevor ein Schlaflabor
aufgesucht wird, sollte eine ambulante Schnarchdiagnostik erfolgen (Vorstufendiagnostik)
Bei
Schnarchen mit leichter Behinderung der Atmung (obstruktives
Schnarchen) können verschieden Hilfsmittel oder Operationen eine
Verbesserung der Atmung im Schlaf bewirken. Erfahrungsgemäß werden
diese Schnarcher im Laufe des zunehmenden Alters immer mehr
Kandidaten für das Schnarchen mit Atemaussetzern, der obstruktiven
Schlafapnoe.
Schnarchen
mit Atemstörung, unrhythmisches Schnarchen wechselt mit Atempausen,
die durch kurzfristiges Kollabieren der oberen Luftwege entstehen. Schnarchen
mit Atemstörung kann durch die Störung des normalen Schlafes
und durch Sauerstoffmangel ernstzunehmende Gesundheitsstörungen wie
z.B. ausgeprägte Tagesmüdigkeit, morgendliche Kopfschmerzen,
Bluthochdruck, Herz-Lungen-Erkrankungen und sexuelle Funktionsstörungen
verursachen, das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall kann sich
erhöhen!
Durch
die Atmungsstörungen im Schlaf kommt es beim Betroffenen zu
kurzfristigen Weckreaktionen, die der Betroffene in der Regel nicht
bemerkt. Bis zu 600 mal kann eine solche körpereigene Weckreaktion
in der Nacht erfolgen. Auch der Bettpartner wird durch die
unregelmäßigen Schnarchgeräusche geweckt, häufig kann er nicht
mehr einschlafen Bei diesen (vielen) Weckreaktionen in der
Nacht, wird der Schlaf zerhackt und man ist am anderen Tag müde und
nicht mehr leistungsfähig, weil der zwingend notwendige erholsame
Schlaf fehlte.
Bei
leichter Behinderung der schlafbezogenen Atmung können folgende
Behandlungen wirksame Hilfe versprechen:
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Beseitigung
von Nasenatmungsbehinderungen: Hier existieren verschiedene
wirkungsvolle Hals-Nasen-Ohren-ärztliche Behandlungsmethoden:
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Beseitigung einer
Nasenscheidewandverkrümmung (Septumplastik)
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Verkleinerung der
Nasenmuscheln (Conchotomie)
-
Entfernung von
Nasenpolypen (Polypotomie)
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Behandlung von
therapieresistenten Nebenhöhlenerkrankungen durch minimal
invasive Nebenhöhleneingriffe, die mit Hilfe von Endoskopen
von der Nase aus schonend und funktionserhaltend durchgeführt
werden können
-
Behandlungsmöglichkeiten
im Rachenbereich:
-
Deutlich vergrößerte
Mandeln können operativ entfernt werden
-
Es gibt verschieden
Operationsmethoden zur Verbesserung des Spannungszustandes
des Gaumensegels und zur Verkleinerung eines vergrößerten
Gaumenzäpfchens, durch den Einsatz der LASER-,
RADIOFREQUENZ- oder der COBLATIONS-TECHNIK können diese
Eingriffe heute z.T. auch ambulant und in Lokalanästhesie
schmerz- und blutungsarm durchgeführt werden. Allerdings
sollte diese Operation nur von erfahrenen Ärzten
durchgeführt werden und nur wenn es anatomische Gründe
dafür gibt. Wir weisen darauf hin, dass es später zu
Problemen beim Schlucken oder Trinken kommen kann. Auch kann
eine spätere Behandlung mit einem CPAP-Gerät
(Beatmungsgerät) zu Problemen führen. Informieren
Sie sich vorher sehr genau, bevor Sie sich operieren lassen!
Die Selbsthilfe SAS-Köln rät von solchen Operationen ab.
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Bei Kieferauffälligkeiten
kann eine kieferorthopädische oder kieferchirurgische
Behandlung notwendig sein
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Esmarch Schiene oder
Aufbiss-Schienen
Dabei wird ein "Mundkeil" vom Spezialisten
(Zahnärzte / HNO) angepasst, der das Schnarchen unterdrückt.
Kosten ca.1000-1500 DM beim Zahntechniker. Dieses Verfahren
genießt einen guten Ruf, die Ergebnisse können sich sehen
lassen, allerdings ist die Anwendung nicht sehr komfortabel
und nur bei sehr leichten Formen der Atemstörungen
wirkungsvoll.
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Gewichtsreduktion:
Durch eine Gewichtsreduktion können übergewichtige Schnarcher
das lästige Schnarchen reduzieren
Wenn diese Behandlungen keine
Verbesserungen der schlafbezogenen Atemstörungen ergeben., bleibt
nur noch die Behandlung mit einem Beatmungsgerät, wobei der Begriff
Beatmungsgerät nicht richtig ist, weil man nicht beatmet wird,
sondern es wird mittels eines Gebläses ein Überdruck erzeugt, der
über einen Schlauch und einer Nasenmaske in die Atemwege gedrückt
wird. Dieser Druck sorgt dafür dass die Atemwege nicht kollabieren
und somit die schlafbezogene Atmung unbehindert erfolgen kann. Man
nennt diese Geräte CPAP-Geräte oder wenn der Druck zwischen Ein-
und Ausatmen differenziert wird, BiPAP-Geräte. Diese Therapie ist
die zur Zeit wirkungsvollste und am meisten angewandt. Es ist der
Goldstandard bei der Behandlung der Schlafapnoe. Weitere Hinweise
dazu unter Schlafmedizin
von A-Z.
Auch Kinder können
schnarchen. Die Ursachen liegen da aber überwiegend in
vergrößerten Mandeln und Polypen. Kinder mit dem Down-Syndrom
haben zu einem hohen Anteil (zwischen 50-70%) schlafbezogene
Atemstörungen. Das liegt auch an der besonderen Anatomie.
An der Kinderklinik des Krankenhauses
Porz am Rhein besteht
seit über zehn Jahren ein Schlafmedizinisches Zentrum.
Hier erfolgt die Diagnose und
Differentialdiagnose aller Schlafstörungen im Kindes- und
Jugendalter. Dabei handelt es sich insbesondere um schlafbezogene
Atmungsstörungen mit Sauerstoffmangelzuständen im Schlaf, die zu
schweren Folgeerkrankungen und Entwicklungsstörungen führen können.
Bei Säuglingen sind Zusammenhänge mit dem Plötzlichen Säuglingstod
bekannt. Bei entsprechender Indikationsstellung werden diese Kinder
im Schlaflabor untersucht. Dort werden während des gesamten
Nachtschlafes alle lebenswichtigen Funktionen wie Atmung, Herztätigkeit,
Sauerstoffversorgung etc. kontinuierlich registriert.
Anhand der Befunde werden
dann medikamentöse oder operative Maßnahmen in die Wege geleitet
oder ggf. eine häusliche Überwachung mit einem Monitor veranlasst.
Außer den schlafbezogenen
Atmungsstörungen werden aber auch andere schlafbezogene Störungen
wie z.B. schlafgebundene Krampfanfälle oder schwere Störungen des
Schlafrhythmus diagnostiziert und behandelt.
Hier
geht es auf die Seite der Kinderabteilung des Krankenhauses Köln-Porz
Das
Risiko ! Die
Gefahr !
Das
Schnarchen alleine ist also nicht gefährlich, doch bei vielen
Schnarchern treten auch Atemstillstände während des Schlafes ein,
diese Atemstillstände verhindern die Versorgung der inneren
Organe und des Gehirn
mit Sauerstoff, dieser Zustand kann lebensbedrohend werden !
Atemstillstände
während des Schlafes sind gefährlich !
”Wenn
ich damals die Signale richtig erkannt hätte, wäre
mir höchstwahrscheinlich mein Gehirnschlag erspart geblieben ”
stellte Eberhard W. (56) resignierend fest.
Dieser
Überzeugung ist auch Werner L. , der einen nächtlichen Herzinfarkt
erlitten hatte. ”Ich wusste, dass ich schnarche, mein lautes
Schnarchen war häufig genug Anlass zum Spott”.
”Wenn
ich gewusst hätte, dass das Schnarchen bereits ein Symptom dafür
war, dass meine nächtliche Atmung gestört wurde, in einem Umfang,
wie die Untersuchungen
später ergeben haben, von
50 mal in der Stunde !
Und
ich habe davon nichts gemerkt”.
Klären
Sie das Warnsignal Schnarchen
medizinisch ab, klären Sie
ab, ob Sie an Schlafapnoe leiden !
Wie
entsteht der nächtliche Atemstillstand
Das obstruktive
Schlafapnoesyndrom, im Volksmund auch
Schnarchkrankheit” genannt, entsteht durch das Erschlaffen
der Schlundmuskulatur während
des Schlafes, häufig
bei Menschen ab der zweiten Lebenshälfte. Die Atemwegöffnung im
Schlund fällt immer mehr zusammen, bis sie sich schließt. Die
Atmung setzt aus, der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt ab (ähnlich
wie beim Tauchen, allerdings wird dann die Atmung bewusst
unterbrochen). Der Sauerstoffabfall im Blut wird vom Körper
registriert, ein Weckprozess beginnt, der Patient ”kämpft”, bis
er kurzzeitig, meist noch im Halbschlaf erwacht. Durch das Erwachen
werden die Muskeln des Schlundes angespannt, der Verschluss löst
sich, die Atmung setzt wieder ein.
Der
Patient schläft meistens sofort wieder ein, die Muskeln erschlaffen
erneut, es beginnt ein neuer Zyklus des Atemstillstand.
Diese
Atemstillstände, oft für Sekunden, manchmal aber auch für (2-3)
Minuten können sich bis zu 600 Mal in der Nacht wiederholen.
Die
Folgen sind ein völlig ungesunder Schlaf und die damit verbundenen
Erscheinungen, wie Tagesmüdigkeit, Konzentrationsmangel. Weitaus
gefährlicher ist die Sauerstoffunterversorgung des Körpers.
Folgeerkrankungen oder plötzlich eintretenden lebensbedrohende Zustände
, wie z.B. Herz- und Kreislauferkrankungen,
aber auch Herz- oder Gehirninfarkte können im kausalem
Zusammenhang mit dem Krankheitsbild stehen.
Die
Diagnose eines Schlafapnoesyndrom kann
in einer ambulanten Vorklärung durch einen HNO oder Lungenfacharzt
erfolgen, die endgültige
Diagnose erfolgt stationär in einem „Schlafmedizinischem
Zentrum”, in einem Schlaflabor.
Die
ambulante Voruntersuchung
wird mit einem kleinen tragbarem Messgerät durchgeführt, dass der
Patient mit nach Hause nimmt, vor dem Einschlafen befestigt sich der
Patient einige Messpunkte am Körper,
(z.B. Mikrofon am Hals, Pulsmanschette am Handgelenk, usw.).
Am nächsten Tag werden die Werte des Rekorders analysiert.
Im
Falle eines Befundes erfolgt die stationäre ”große”
Untersuchung in einem Schlaflabor. Dort werden wesentlich mehr
Messpunkte angeschlossen und ausgewertet, insbesondere die der
Schlafphasen, die bei einem Schlafapnoekranken krankheitsbedingt verändert
sind, z.B. die für die Erholung des Körpers notwendigen
Tiefschlafphasen.
Im
Schlaflabor werden dann auch die Luftdruckwerte ermittelt, die zur
CPAP/BiPAP-Therapie erforderlichen Geräte eingestellt werden.
Die
Therapie
Der
instabile Schlund fällt während des Schlafes zusammen, er muss
stabilisiert und gestützt werden. Das erfolgt durch eine innere
Schienung, indem durch einen ständigen Luftdruck, der durch eine
Maschine und über eine
Nasenmaske in die inneren Atemwege mit einem bestimmten Luftdruck
gedrückt wird (mit offenem Mund gegen den Sturm gehen hat eine ähnliche
Wirkung). Da es unterschiedlich schwere Ausprägungen dieses
Krankheitsbildes geben kann, ist eine patientenindividuelle
Anpassung des Luftdruckes erforderlich.
Diese Art der Therapie wird auch die CPAP-Therapie genannt.
Wenn der Luftdruck besonders hoch eingestellt werden muss, oder
weitere Krankheitsbilder vorliegen, werden
BiPAP-Geräte eingesetzt, die die Ausatmung erleichtern.
Operationen
können gegen Schnarchen helfen, gegen Schlafapnoe konnte bisher
kein dauerhafter Erfolg erzielt werden. Die Krankheit wird in
Deutschland seit ungefähr 15 Jahren behandelt.
In
den meisten Fällen wird mit der CPAP- oder BiPAP-Therapie erreicht,
dass das Schlafmuster und die Atmung der eines gesunden Menschen
entsprechen. Aber nur solange sich der Patient während seines
Schlafes auch dieser Therapie unterzieht. Dadurch ist eine dauernde
Behandlung gegeben. Bei diesen
chronisch kranken Patienten können leicht Probleme
entstehen, die mit der dauernden Behandlung im Zusammenhang stehen,
wie undichte Masken, Reizungen der Haut, Augen und andere
Erkrankungen wie Schnupfen, Trockenheit des Rachens. Es gibt fast für
alle Probleme auch Lösungen.
Die
Therapie wird von den meisten Patienten ohne Nebenwirkungen
vertragen, einige Patienten haben allergische Probleme, einige haben
psychologische Probleme mit der Nasenmaske. Die Selbsthilfegruppe
vermittelt hierzu einen Erfahrungsaustausch mit Patienten und
interessierten Personen
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