SAS-KÖLN                                                                      

Informationen von Patienten und Ärzte für Patienten und medizinisches Personal über den Schlaf und Schlafstörungen.    

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Letztes Update:
25.12.2003
Diese Seiten wurden von Patienten und Ärzten für Patienten oder Ratsuchende (aber auch medizinisches Personal)  gemacht.  Wir möchten Sie umfangreich über den Schlaf und Schlafstörungen aus medizinischer Sicht informieren. Wir verstehen uns als eine Initiative, die sich mit dem Schlaf und Schlafstörungen im allgemeinen und mit regionalen Besonderheiten und Versorgungsmöglichkeiten im Kölner Raum befassen. Wir sind ehrenamtlich tätig. Wir halten Sie über aktuelle Ereignisse die im Zusammenhang mit Schlafstörungen und deren Behandlungen stehen, auf dem Laufenden.  Wir werden daher unsere Seite regelmäßig aktualisieren. Gerne informieren wir Sie auch direkt über das neue Update, dazu bestellen Sie bitte die Newsletter.   (Newsletter bestellen)

 

Wer schnarcht, verkalkt...

   Dieses wurde kürzlich unter diesem Titel unter anderem in der deutschen Presse gemeldet. Grundlage dieser Aussage waren die Studien einer israelisch-amerikanischen Gruppe von Medizinern, die sich dem ursächlichen Zusammenhang zwischen Arteriosklerose und Schlafapnoe widmeten.

Die Studie wurde unter Leitung von Dr. Lena Lavie von der medizinischen Fakultät des Technion-Israel Instituts für Technologie in Haifa durchgeführt. Dr. Lavie erklärte dazu: „Wir entdeckten auf der Oberfläche der weißen     Blutkörperchen von Apnoe-Patienten ungewöhnlich viele Adhäsionsmoleküle. Diese Moleküle sind für den arteriosklerotischen Prozess, der zur Verdickung der Adernwände führt. Außerdem konnten wir beobachten, dass die weißen Blutzellen freie Radikale produzierten, die die innerste, die Endothelauskleidung der Gefäße schädigen. Die Endothelschicht spielt nämlich eine zentrale Rolle für die Gesundheit der Blutgefäße. Ihre Schädigung begünstigt die Entwicklung der Arteriosklerose“. Mit dieser Entdeckung ist erstmals eine Begründung dafür geliefert worden, warum Apnoe-Patienten unter Arteriosklerose und Herz-Kreislaufproblemen leiden. Prof. David White, Experte für Schlafstörungen an der Harvard-Universität, kommentierte begeistert: „Die Untersuchung ist ein wichtiger Schritt nach     vorn, um die Veranlagung der Apnoiker für Gefäßkrankheiten auf zellulärem Niveau zu erklären. Alles deutet darauf hin, dass die Schlafapnoe eine Schädigung der Gefäße verursacht – bis hin zu Schlaganfall, Herzschwäche und Herzinfarkt“.

Bei den in Israel von Dr. Lavie durchgeführten Versuchen wurden künstlich gezüchtete Endothelzellen den weißen Blutkörperchen von Apnoikern im Labor beigegeben. Bereits nach kurzer Zeit hatten sich die Blutkörperchen fest an die Endothelzellen angelagert, ein Effekt, den die Wissenschaftler auf die übergroße Zahl von Adhäsionsmolekülen auf den Blutzellen zurückführen. Bei einem Versuch von Blutkörperchen gesunder Personen unterblieb die beobachtete Ablagerung. Ein dritter Versuch zeigte, dass dies kein Zufall war, denn wenn die verwendeten weißen Blutkörperchen von Schlafapnoe-Patienten stammten, die mit CPAP-Geräten versorgt waren, unterblieb die Ablagerung an den Endothelzellen ebenfalls.

Der durch Atemstillstände verursachte Sauerstoffmangel ist also der auslösende Faktor für das abnormale Verhalten der Zellen und die daraufhin eintretende Arteriosklerose mit den bekannten Schädigungen der Gefäßwände und den daraus folgenden Herz-Kreislauferkrankungen.

(Quelle: Welt am Sonntag)

Anmerkung: Auch an der Universität in Gießen wird zur Zeit eine ähnliche Studie durchgeführt, allerdings an dickeren Gefäßwänden, wie der Halsschlagader.

(SHG Rhein-Main, Helmut Himmighoffen)

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