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Dieses
wurde kürzlich unter diesem Titel unter anderem in der deutschen Presse
gemeldet. Grundlage dieser Aussage waren die Studien einer
israelisch-amerikanischen Gruppe von Medizinern, die sich dem
ursächlichen Zusammenhang zwischen Arteriosklerose und Schlafapnoe
widmeten.
Die
Studie wurde unter Leitung von Dr. Lena Lavie von der medizinischen
Fakultät des Technion-Israel Instituts für Technologie in Haifa
durchgeführt. Dr. Lavie erklärte dazu: „Wir entdeckten auf der
Oberfläche der weißen
Blutkörperchen von Apnoe-Patienten ungewöhnlich viele
Adhäsionsmoleküle. Diese Moleküle sind für den
arteriosklerotischen Prozess, der zur Verdickung der Adernwände
führt. Außerdem konnten wir beobachten, dass die weißen
Blutzellen freie Radikale produzierten, die die innerste, die
Endothelauskleidung der Gefäße schädigen. Die Endothelschicht
spielt nämlich eine zentrale Rolle für die Gesundheit der
Blutgefäße. Ihre Schädigung begünstigt die Entwicklung der
Arteriosklerose“. Mit dieser Entdeckung ist erstmals eine
Begründung dafür geliefert worden, warum Apnoe-Patienten
unter Arteriosklerose und Herz-Kreislaufproblemen leiden.
Prof. David White, Experte für Schlafstörungen an der
Harvard-Universität, kommentierte
begeistert: „Die Untersuchung ist ein wichtiger Schritt nach
vorn, um die Veranlagung der Apnoiker für Gefäßkrankheiten
auf zellulärem Niveau zu
erklären. Alles deutet darauf hin, dass die Schlafapnoe eine
Schädigung der Gefäße verursacht – bis hin zu Schlaganfall,
Herzschwäche und Herzinfarkt“.
Bei
den in Israel von Dr. Lavie durchgeführten Versuchen wurden
künstlich gezüchtete Endothelzellen den weißen Blutkörperchen
von Apnoikern im Labor beigegeben. Bereits nach kurzer Zeit hatten
sich die Blutkörperchen fest an die Endothelzellen angelagert, ein
Effekt, den die Wissenschaftler auf die
übergroße Zahl von Adhäsionsmolekülen auf den Blutzellen
zurückführen. Bei einem Versuch von Blutkörperchen gesunder
Personen unterblieb die beobachtete Ablagerung. Ein dritter Versuch
zeigte, dass dies kein Zufall war, denn wenn die verwendeten weißen
Blutkörperchen von Schlafapnoe-Patienten
stammten, die mit CPAP-Geräten versorgt waren, unterblieb die
Ablagerung an den Endothelzellen ebenfalls.
Der
durch Atemstillstände verursachte Sauerstoffmangel ist also der
auslösende Faktor für das abnormale Verhalten der Zellen und die
daraufhin eintretende Arteriosklerose mit den bekannten
Schädigungen der Gefäßwände und den daraus folgenden
Herz-Kreislauferkrankungen.
(Quelle:
Welt am Sonntag)
Anmerkung:
Auch an der Universität in Gießen wird zur Zeit eine ähnliche
Studie durchgeführt, allerdings an dickeren Gefäßwänden, wie der
Halsschlagader.
(SHG
Rhein-Main, Helmut Himmighoffen)
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