SAS-KÖLN                                                                      

Informationen von Patienten und Ärzte für Patienten und medizinisches Personal über den Schlaf und Schlafstörungen.    

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Letztes Update:
25.12.2003
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Letztes Update:
4.4.2004
Diese Seiten wurden von Patienten und Ärzten für Patienten oder Ratsuchende (aber auch medizinisches Personal)  gemacht.  Wir möchten Sie umfangreich über den Schlaf und Schlafstörungen aus medizinischer Sicht informieren. Wir verstehen uns als eine Initiative, die sich mit dem Schlaf und Schlafstörungen im allgemeinen und mit regionalen Besonderheiten und Versorgungsmöglichkeiten im Kölner Raum befassen. Wir sind ehrenamtlich tätig. Wir halten Sie über aktuelle Ereignisse die im Zusammenhang mit Schlafstörungen und deren Behandlungen stehen, auf dem Laufenden.  Wir werden daher unsere Seite regelmäßig aktualisieren. Gerne informieren wir Sie auch direkt über das neue Update, dazu bestellen Sie bitte die Newsletter.   (Newsletter bestellen)

 

Das Restless-Legs Syndrom

Wenn die Beine nicht zur Ruhe kommen

  

Die quälenden Beschwerden sind seit Jahrhunderten bekannt: bereits 1685 wurde das Krankheitsbild der "unruhigen Beine" - auch medizinisch "Restless-Legs-Syndrom"(RLS)- erstmalig beschrieben. Seit 1945 ist das Syndrom als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt.

Immer dann, wenn sich ein Betroffener entspannen will, um den Stress des Tages abzuschütteln, wird er durch unruhige und "kribbelnde" Beine erheblich gestört - an Schlaf ist da oft nicht zu denken.

Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 2 bis 5% der Bevölkerung an diesem lästigen Leiden erkrankt sind. Der Anteil der behandklunsbedürftigen Fälle liegt bei etwa 1%.

Neben der ererbten Veranlagung für das RLS existieren auch erworbene Formen - beispielsweise bei Nierenschwäche, Eisenmangel und während der Schwangerschaft. Nach Untersuchungen zeigen 15% der an einer künstlichen Niere behandelten Patienten Krankheitszeichen wie Unruhe , Kribbeln oder andere sensible Störungen der Beine wie Reißen, Ziehen oder gar Schmerzen.

Lästig ist der unangenehme Bewegungsdrang der Beine. Die Arme sind nur selten betroffen.

Typisch für beide Formen des RLS ist das von allen Patienten geschilderte Phänomen, dass die Beschwerden durch Bewegung oder Gymnastik der Beine (Kniebeugen, Treppensteigen, Fahrrad-Ergometer) gebessert werden können. Ruhesituationen wie lange Fahrten, Theater und Kinobesuche, Langstreckenflüge, etc, sind typische Auslöser für den schmerzhaften Bewegungsdrang und die begleitenden unangenehmen sensiblen Sensationen.

Am meisten leiden die betroffenen Menschen aber unter Schlafstörungen - besonders in der Einschlafphase. Später kommt häufiges Erwachen durch ständig wiederholtes Beinezucken (pms = periodic movement in sleep) hinzu.

Die Ursache dieser Störung ist nicht geklärt

Funktionsstörungen des Nervensystems bzw. Mangelzustände an bestimmten Nervenbotenstoffen werden angenommen. Die Behandlung war in der Vergangenheit schwierig, doch jetzt haben klinische Untersuchungen gezeigt, daß die Kombination der beiden Wirkstoffe Levodopa und Benserazid zu einer deutlichen Reduktion der Beschwerden führt.

Bestehen neben Einschlafstörungen in der zweiten Nachthälfte auch Durchschlafstörungen, so kann zusätzlich eine langsam wirkende Depot -Form des Medikaments Levodopa eingenommen werden. 

Welches sind die Krankheitsmerkmale vom "Restless-Legs-Syndrom"? 
Die Krankheitsmerkmale (auch „Symptome“ genannt) sind Missempfindungen in den Beinen (seltener in den Armen), wie z.B. ein Kribbeln oder Reißen oder Brennen oder Zucken oder Schmerzen (seltener Krämpfe), sie können sich auch als ein „komisches Gefühl in der Tiefe“ in den betroffenen Gliedmaßen bemerkbar machen. Durch diese störenden oder quälenden Missempfindungen kommt es zu starker Unruhe, die die Betroffenen zum Bewegen und Umhergehen zwingt (selten wird statt der Missempfindungen nur ein unangenehmer Bewegungsdrang empfunden). Die Symptome treten in Ruhephasen bzw. in Entspannung z.B. im Sitzen und Liegen auf. Ganz typisch für das RLS ist, dass sich die Beschwerden durch Bewegung bessern lassen, wenn auch teilweise nur kurzzeitig. Zum Abend und in der Nacht steigen die Beschwerden an und können dadurch Schlafstörungen zur Folge haben, die ein häufiges zusätzliches Krankheitszeichen darstellen. Viele RLS- Betroffene leiden unter einem andauernden Schlafmangel. Die durch Beschwerden gestörten Erholungsphasen tags und/oder der fehlende Schlaf nachts beeinträchtigen, je nach Schwere der Beschwerden, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Daraus können sich Störungen im körperlichen und seelischen Bereich entwickeln.

Was bedeutet das "Restless-Legs-Syndrom"?
Das Wort "Syndrom" stammt aus dem Griechischen und bezeichnet eine charakteristische Kombination von Krankheitsmerkmalen. Es wird aber auch für eine in ihren Ursachen noch nicht geklärte Krankheit verwendet. Die Worte "Restless Legs" stammen aus dem Englischen und bedeuten übersetzt "Ruhelose Beine". Das Restless-Legs-Syndrom oder abgekürzt RLS ist also das Syndrom der unruhigen Beine. 

. Wie kann man feststellen, ob man an RLS leidet?
Es müssen alle vier Krankheitsmerkmale auftreten:
1. Missempfindungen oder starke Unruhe;
2. Bewegungsdrang;
3. Anstieg der Beschwerden zur Nacht;
4. Auftreten der Beschwerden in Entspannung und Ruhe, die sich durch Bewegung lindern lassen.

Weitere Krankheitszeichen können zusätzlich bestehen:
Schlafstörungen durch Unruhe oder Missempfindungen hervorgerufen;
ruckartige Beinbewegungen tags und nachts in Ruhe;
familiäres Auftreten der RLS-Symptome.
Um ein RLS zu diagnostizieren, erfolgt ein ausführliches Patientengespräch (Anamnese), neurologische Untersuchungen und Blutuntersuchungen. Die Diagnose lässt sich durch einen erfahrenen Arzt (insbesondere einen Facharzt für Neurologie) bei eindeutigen Symptomen klinisch stellen. Auch das deutliche Ansprechen auf dopaminerge Medikamente dient in Zweifelsfällen als Bestätigung der Verdachtsdiagnose RLS. Es kann auch eine Schlaflaboruntersuchung von ca. 2 Tagen nötig werden, um das Ausmaß der Schlafstörung festzustellen, die Diagnose zu sichern oder andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen.
Im Schlaflabor werden neben der Messung der Gehirn- und Nervenströme insbesondere die Beinbewegungen während der Schlafphasen gemessen. Der Test ist schmerzlos. In Deutschland gibt es mehr als 100 von der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin -DGSM- akkreditierte (beglaubigte) Schlaflabore, die vorwiegend auf Atmungsstörungen spezialisiert sind, aber auch ein RLS diagnostizieren können.

Fragen & Antworten
h t t p : / / w w w . r e s t l e s s - l e g s . o r g 
 
1. Welches sind die Krankheitsmerkmale  vom "Restless-Legs-Syndrom"?
2. Was bedeutet das "Restless-Legs-Syndrom"?
3. Wie kann man feststellen, ob man an RLS leidet?
4. Ist RLS lebensbedrohend oder -verkürzend?
5. Kann RLS behandelt oder geheilt werden?
6. Welche Ärzte behandeln RLS?
7. Welches sind die Ursachen von RLS?
8. Seit wann ist RLS bekannt?
9. Wie viele Menschen leiden an RLS?
10. Gibt es Menschen, die häufiger von RLS betroffen sind als andere?
11. Ist RLS vererblich?
12. Welche Auslöser von RLS sind noch bekannt? <aktualisiert>
13. Gibt es Erkenntnisse über RLS in anderen Ländern?
14. Gibt es Selbsthilfe-Vereinigungen für RLS-Betroffene?
15. Wo erhält man weitere Informationen über RLS?
16. Wie kann ich Mitglied werden?
17. Kann RLS bei Kindern auftreten? <neu>

Weiteres können Sie bei der Deutschen Restless Legs Vereinigung erfahren


Anschriften der Selbsthilfe für Kölner:

RLS Selbsthilfegruppe  Telefon 0228 646655

Treffpunkt in der AOK-Rheinland 50668 Köln Machabäerstr. 19-27

Regionalbeiräte

Ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder stehen den Mitgliedern und solchen, die es werden wollen, bereits über das ganze Bundesgebiet verstreut als Ansprechpartner zur Verfügung

http://www.restless-legs.org  
 
Mittel Rhein  Düsseldorf - Rheinland 
Katharina Kuchem
Rochus Straße 345
53123 Bonn

Tel./Fax 0228/646655

Irene Hochscheid

Düsseldorf

Tel./Fax 0211/213374

 

Weitere Selbsthilfegruppen:

Selbsthilfe Unruhige Beine e.V.
 Restless Legs

Geschäftstelle:

Mühlenesch 23, 

49525 Lengerich

 Tel.: 05481/ 8 47 57 13  Fax: 05481/ 8 47 57 14

e-mail: SUB.e.V@gmx.de

Ansprechpartner: Annegret Budke

 

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